Manchmal kann ein einziger Sturz alles verändern: Obwohl wir natürlich wissen, dass wir und auch unsere Angehörigen wie beispielsweise unsere Eltern oder der Partner, irgendwann einmal Unterstützung benötigen, kommt dieser Zeitpunkt für alle Betroffenen trotzdem schnell und überraschend.

3 Schritte die Sie tun müssen, wenn ein Pflegefall eintritt

Wenn der Ernstfall eingetroffen ist und man selbst oder ein Angehöriger zum Pflegefall wird, dann müssen in kürzester Zeit wichtige Entscheidungen getroffen werden.

1. Klären Sie die Situation mit Ihrem Umfeld

Wenn ein Pflegefall eintritt, ist es wichtig, dass Sie sich ein Bild von der Situation machen und anstehende Aufgaben und Entscheidungen mit Ihrer Familie und Ihrem Umfeld besprechen. Welche Zukunftsperspektiven gibt es für die erkrankte Person? Gibt es kurzfristige Möglichkeiten der Versorgung? Und was sind die Optionen für die mittel- und langfristige Versorgung? Ganz wichtig ist es hier, die Wünsche des Pflegebedürftigen zu beachten: Möchte er oder sie beispielsweise in gewohnter Umgebung zu Hause bleiben? Oder ist ein Pflegeheim unter Umständen besser?

2. Nutzen Sie eine Pflegefachberatung

Lassen Sie sich von Experten beraten. Sie haben einen Anspruch auf eine kostenlose und umfassende Beratung durch die Pflegeberaterinnen und Pflegeberater Ihrer Pflegekasse. Der Anspruch gilt auch für Angehörige und weitere Personen, zum Beispiel ehrenamtliche Pflegekräfte. Die Pflegeberaterinnen und Pflegeberater der Pflegekasse verfügen über umfassendes Wissen, insbesondere im Sozial- und Sozialversicherungsrecht. Unmittelbar nach Stellung eines Antrags auf Leistungen bietet Ihnen Ihre Pflegekasse einen konkreten Termin für eine Pflegeberatung an, die innerhalb von zwei Wochen nach Antragstellung durchzuführen ist. Alternativ hierzu kann Ihnen die Pflegekasse auch einen Beratungsgutschein ausstellen, in dem unabhängige und neutrale Beratungsstellen benannt sind, bei denen der Gutschein ebenfalls eingelöst werden kann.

3. Stellen Sie einen Antrag auf Einstufung durch die Pflegeversicherung

Um Leistungen der Pflegeversicherung in Anspruch nehmen zu können, muss ein Antrag bei der Pflegekasse gestellt werden. Dies kann in Form eines Briefes oder auch telefonisch erfolgen. Die Antragstellung können auch Familienangehörige oder gute Bekannte wie Nachbarn übernehmen, wenn sie denn dazu bevollmächtigt werden. Sobald der Antrag bei der Pflegekasse gestellt wird, beauftragt diese den Medizinischen Dienst der Krankenversicherung (MDK) oder andere unabhängige Gutachter mit der Begutachtung zur Feststellung der Pflegebedürftigkeit.

Pflege wird zunehmend auch zur Kostenfrage

So oder so: Das Thema Pflege ist komplex. Für welche Art der Pflege man sich entscheidet, hängt von verschiedenen Faktoren ab und nicht zuletzt auch davon, welche Kosten mit den verschiedenen Lösungen verbunden sind. Seit Oktober 2018 ist zum Beispiel die Eigenbeteiligung bei einem Heimplatz im Bundesdurchschnitt um mehr als 110 Euro auf fast 1.930 Euro im Monat gestiegen, berichtet das Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND) unter Berufung auf eine aktuelle Auswertung der „Pflegedatenbank“ des Verbandes der Privaten Krankenversicherung (PKV). Der Anstieg betrage demnach mehr als sechs Prozent (Quelle: ZEIT ONLINE). Pflegebedürftige müssen einen Eigenanteil leisten, weil die Pflegeversicherung – anders als die Krankenversicherung – nur einen Teil der Kosten trägt. Wie hoch der Eigenanteil für einen Heimplatz ist, variiert je nach Bundesland, abhängig von den unterschiedlichen regionalen Löhnen und Vorgaben für die Personalausstattung.

Wenn ein Pflegefall eintritt, nutzen Sie in jedem Fall eine Pflegefachberatung und lassen Sie sich dort umfassend zu den verschiedenen Möglichkeiten der häuslichen Pflege wie auch der Heimpflege beraten. Und entscheiden Sie gemeinsam mit Ihren Angehörigen, welche Maßnahmen und Lösungen für alle Beteiligten am sinnvollsten sind. Einen ersten Überblick, was der Einsatz einer Betreuungs- oder Pflegekraft bei Ihnen zu Hause kostet, als Alternative zur Heimpflege, und welche Rolle dabei Ausbildung, Erfahrungen und Sprachkenntnisse bei der Preisgestaltung spielen, können Sie auch auf der Deutschen Pflegeboerse erhalten. Auf unserer Webseite stellen sich examinierte Pflegekräfte, Pflegehilfen, Betreuungskräfte und Haushaltshilfen aus Deutschland und dem EU-Ausland vor. Nach einer kostenlosen Anmeldung können Sie sich unverbindlich auf unserer Plattform umschauen und die Profile unserer Pflege- und Betreuungskräfte mit Ihren Wünschen und Bedürfnissen abgleichen.

Bei Fragen stehen wir Ihnen gerne beratend zur Seite, rufen Sie uns unter 0180-6220033 an. (20 Cent pro Anruf aus dem deutschen Festnetz, Mobil und Ausland abweichend). Oder schreiben Sie an info@deutschepflegeboerse.de.